Prepaid Kreditkarte - Kreditkarten auf Guthabenbasis
Der Siegeszug der Kreditkarte begann - wo sollte es anders sein - in den USA. Bereits Ende des 19.
Jahrhunderts wurden dort die ersten Kreditkarten für bargeldloses Zahlen verwendet.
Heutzutage ist es nicht nur üblich, sondern je nach Situation auch unverzichtbar, Kreditkarten zum Bezahlen
von Waren und Dienstleistungen einzusetzen. Weltweit genießen sie Akzeptanz. Unter dem Oberbegriff Kreditkarte
sind echte Kreditkarten erfasst sowie Chargekarten, Scheckkarten (auch Debitkarten genannt) sowie
Prepaidkarten.
Inhaber einer 'echten' Kreditkarte erhalten für die jeweils in einem Monat über diese Karte erworbenen Waren
und Dienstleistungen eine Abrechnung, welche entweder direkt ausgeglichen oder auch in Raten abbezahlt wird.
Verwendet man eine Chargekarte, erhält man monatlich eine Rechnung, die umgehend oder binnen weniger Tage
gezahlt werden muss.
Die in Deutschland am häufigsten verwendete Karte ist die Debitkarte EC/Maestro-Karte. Dabei erfolgt die
Belastung auf dem Girokontos des Karteninhabers sofort.
Eine noch recht junge, dafür aber besonders erfolgreich eingeführte Kreditkarte ist die Prepaid-Kreditkarte. Ihre Besonderheit besteht vor allem darin, dass sie an jeden Antragsteller ausgegeben wird, da sie eine Guthabenkarte ist. Das bedeutet, dass ein bestimmter Betrag vor Ausgabe der Karte eingezahlt werden muss, denn es wird kein Kredit gewährt und alle Zahlungen werden auf Guthabenbasis abgewickelt. Daraus resultiert natürlich auch, dass für den Kartenausgeber kein Risiko besteht. Insofern können sogar Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ebenso eine Prepaid - Kreditkarte erhalten wie Erwachsene mit einem negativen Schufaeintrag.
Recht vorteilhaft sind solche Prepaid-Karten, wenn beispielsweise Zahlungen im Internet getätigt werden sollen, wenn ein Auto gemietet wird oder bei bestimmten persönlichen Voraussetzungen (wie eben einer schlechten Schufaauskunft, Arbeitslosigkeit, keinerlei Einkommen). Mit einer Prepaid-Kreditkarte kann weltweit an Millionen von Akzeptanzstellen bargeldlos gezahlt werden. Welche Prepaid-Karte individuell richtig ist, sollte man von einem zuvor vorgenommenen Kreditkartenvergleich abhängig machen.
Bei den meisten Anbietern wird eine einmalige Gebühr für die Kartenerteilung erhoben. Darüber hinaus wird eine geringfügige Gebühr bei jedem Karteneinsatz fällig. Einige Geldinstitute gewähren für das auf der Prepaid-Kreditkarte befindliche Guthaben sogar eine Verzinsung.
Der Guthabenbetrag ist in der Höhe begrenzt, so dass keine Überziehung möglich ist. Das Guthaben wird bei jedem Einsatz der Prepaid-Kreditkarte überprüft.