Baufinanzierung günstige Angebote finden
Wer eine Baufinanzierung benötigt, hat die Qual der Wahl. Neben den bekannten Instituten wie Bank und Sparkasse bieten auch Hypotheken- und Discountbanken Finanzierungsmöglichkeiten an. Die Hauptkriterien für eine Entscheidung sind dabei die Höhen der Effektivzinsen sowie der Nebenkosten, letztendlich resultiert aus diesen Faktoren wie günstig die Baufinanzierung ist.
Obwohl momentan die Zinssätze relativ niedrig sind, kann sich ein Konditionsvergleich durchaus lohnen, denn zwischen niedrigstem und höchstem Effektivzinssatz besteht schnell eine Mehrbelastung von ein paar hundert Euro. Deshalb ist nicht ausschlaggebend, wie hoch der Nominalzins, sondern wie hoch der effektive Jahreszins liegt. Aber dieses Kriterium alleine sollte nicht ausschlaggebend für die Wahl der Immobilienfinanzierung sein.
Es ist ratsam, sich vom Anbieter einen genauen und ausführlichen Tilgungsplan erstellen zu lassen. Darin sind alle entstehenden Kosten aufgeführt und die zum Ablauf der Zinsbindungsfrist noch bestehende Restschuld. Sind die Tilgungsraten verschiedener Anbieter gleich, gibt die Höhe der Restschuld nach gleicher Laufzeit effektiven Aufschluss darüber, wie gut das Angebot ist.
Sehr aufschlussreich für die Beurteilung eines Finanzierungsangebotes sind auch die Angaben über die Höhe der entstehenden Nebenkosten. Diese sind nicht im Effektivzins berücksichtigt, können jedoch einen nicht unerheblichen Posten in der Kalkulation ausmachen. Darunter fallen Schätzkosten, Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungszuschlag, Kontoführungsgebühren, Nebenkosten. Es handelt sich dabei um in der Preisangabenverordnung vorgeschriebene Kosten.
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Die Bearbeitungsgebühren betragen oft bis zu 2 % der Darlehenssumme. Fallen offensichtlich keine an, sind andere Nebenkosten meist höher. Zur Feststellung des Beleihungswertes einer Immobilie wird ebenfalls etwa 1 bis 2 % der Darlehenssumme in Anrechnung gebracht. Bei Darlehensauszahlung in mehreren Teilbeträgen entstehen oft zusätzliche Gebühren. Wird eine Finanzierung für den Neubau einer Immobilie benötigt, ist es üblich, je nach Baufortschritt Teilbeträge abzurufen. Zwar muss der Bauherr für die noch nicht ausgezahlten Beträge meist noch keine Zahlungen leisten, jedoch werden häufig Bauzeitzinsen für das brach liegende Kapital erhoben.
Viele Anbieter nutzen diese Nebenkosten, um zusätzliche Gewinnmöglichkeiten zu schaffen. Wem das zu komplex erscheint, sollte um Angabe des Gesamteffektivzinssatzes bitten, bzw. den so genannten tatsächlichen Effektivzins, welcher alle Nebenkosten enthält.
Die Situation auf dem Kapitalmarkt ist Anhaltspunkt dafür, welche Zinsbindungsfrist für die Finanzierung gewählt
werden sollte. Da die Zinssätze momentan recht niedrig sind, ist eine langfristige Zinsbindung durchaus
gerechtfertigt. Entsprechend der Beleihungsgrenze ist ein Zinssatz von 5 bis 6 % für das Baugeld zurzeit
realistisch.
Fachleute raten dazu, sich die guten Konditionen durch eine Zinsbindung für etwa 10 Jahre zu sichern.
Ob nun Finanzierung über Bankdarlehen, Bausparvertrag oder Versicherungsdarlehen - eine Immobilie stellt stets die stabilste Wertanlage dar. Häufig lassen sich durch öffentliche Fördergelder, die als zinsgünstige Darlehen verliehen werden, die Finanzierungskosten senken. Bestimmte Einkommensgrenzen und auch ein Eigenanteil sind dabei zu beachten, ein Rechtsanspruch besteht nicht. Je nach Bundesland sind unterschiedliche Antragsfristen einzuhalten, denn die Bewilligung muss rechtzeitig vor Baubeginn erfolgen.
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